ZahnarztPraxis Dr. Ute Scherer

 

Wurzelkanalbehandlung (Endodontie).

Die Wurzelkanalbehandlung wird in der Regel aus zwei Gründen durchgeführt.

1. Der Zahn lebt noch, ist aber irreversibel geschädigt - d. h. Beschwerden bei Kälte- bzw. Wärmereizen, plötzliche oder länger anhaltende Schmerzen.

2. Der Zahn ist schon tot und die Bakterien breiten sich in den Wurzelkanälen aus.

Es gibt hierfür viele Ursachen. Die häufigste ist jedoch die Karies. Auch eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) und ein Zahnbruch (Zahnfraktur) sind mögliche Gründe.

Früher wurden schadhafte Zähne, bei denen der Zahnnerv mit betroffen war, gezogen. Durch die Wurzelkanalbehandlung lässt sich das Zahnziehen heute in vielen Fällen verhindern.

Was soll eine Wurzelkanalbehandlung erreichen?

  • Entfernung der Bakterien des entzündeten oder abgestorbenen Zahnnervs aus den Wurzelkanälen.
  • Ausfüllen der Wurzelkanäle mit einem gewebefreundlichen Material.
  • Verhinderung des Übertritts von Bakterien in den Kieferknochen.
  • Ausheilung von bereits bestehenden Entzündungen an der Wurzelspitze.
  • Erhalt eines stark vorgeschädigten aber noch erhaltungswürdigen Zahnes.

Für ein dauerhaft gutes Ergebnis müssen Bakterien und abgestorbenes Gewebe restlos aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Später wird der Kanal mit einem Füllmaterial dicht verschlossen. Nach einer Wurzelfüllung sollte der Zahn mit einer Krone versorgt werden. Er wird durch den fehlenden Nerv nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. So können die Zähne spröde werden und evtl. zerbrechen. Ebenso kann ein häufiges Nachdunkeln der Zähne nach einer Wurzelbehandlung hiermit überdeckt werden.